Partner & Projekte

Gemeinsam erreichen wir mehr - Im Netzwerk für Klimaschutz, regenerative Energie und nachhaltiges Wachstum

Die Energiewende ist eine Mammutaufgabe, an der in Südbaden eine Vielzahl von Kommunen, Unternehmen, Initiativen sowie Bürgerinnen und Bürger arbeiten. Wir kooperieren mit unseren Partnern auf unterschiedlichsten Ebenen – im Forschungsbereich und bei der regenerativen Energieproduktion, in der Bildung und mit energiepolitischen Veranstaltungen. Dabei setzen wir auf die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure.

Die Bürger-Energie Südbaden eG

Die Bürger-Energie Südbaden eG – kurz BEGS – ist eine Genossenschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, in der Region gemeinschaftlich an einer nachhaltigen und ökologischen Energieversorgung mitzuwirken. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Verbände können der BEGS ab einer Mindesteinlage von 500 Euro beitreten. Die Genossenschaft strebt an, in Südbaden die regenerative Energieerzeugung voranzubringen. Dazu investiert sie in Photovoltaik-, Windkraft- und Wasserkraft- und andere Anlagen zur ökologischen Energieerzeugung.

Die Stadtwerke MüllheimStaufen kooperieren eng mit der BEGS. Mit Gründung der Genossenschaft hat die BEGS Photovoltaikanlagen der Stadtwerke übernommen, die sie nun betreibt. Auch die Wasserkraftanlage am Neumagen, an der Gemarkungsgrenze zwischen Staufen und Münstertal, an deren Planung und Realisierung die Stadtwerke beteiligt sind, soll zu einem BEGS-Projekt und damit in Bürgerhand übergeben werden.

Weitere Informationen: www.buerger-energie-suedbaden.de

Müllheim und Staufen werden klimaneutral – mit lokalen Initiativen

Die Stadt Staufen wurde 2012 auf ihrem Weg zur klimaneutralen Kommune durch das Land Baden-Württemberg für ihre bisherigen Aktivitäten im Klimaschutz ausgezeichnet und kann das damit verbundene Preisgeld für weitere Klimaschutz-Maßnahmen verwenden. Der Arbeitskreis Klimaschutz Staufen, der zuvor bereits im lokalen Klimaschutz aktiv war, steuert die städtischen Aktivitäten und engagiert sich beispielsweise in den Bereichen Energieeffizienz und Energiesparen, Elektromobilität und Verkehrskonzepte, regenerative Energieerzeugung und energetische Stadtentwicklung.

Auch die Stadt Müllheim hat in den vergangenen Jahren weitreichende Aktivitäten für den Klimaschutz durchgeführt. Mit der Holzwärme GmbH, die seit 2008 öffentliche Gebäude und private Wohnhäuser CO2-frei mit Heizenergie aus der Verbrennung von Holzhackschnitzel versorgt, ersetzen heimische nachwachsende Rohstoffe fossile Brennstoffe. Weitere Schwerpunkte im Bereich Klimaschutz sind z.B. die Solarthermie (im Freibad Müllheim) und die schrittweise Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik.

Die Kooperation der Städte mit den Stadtwerken MüllheimStaufen ist eng und umfasst die Durchführung öffentlicher Veranstaltungen wie z.B. die baden-württembergischen Energietage ebenso wie konkrete Klimaschutzmaßnahmen, etwa den Bau von Photovoltaikanlagen oder die Planung von Wasserkraftanlagen, Energieeffizienz in Staufener und Müllheimer Unternehmen und Stadtteilen oder Bildungsprojekte an Schulen der Region.

Weitere Informationen: www.staufen.de und www.klimaschutz-staufen.de sowie www.muellheim.de

Energie speichern – mit der Firma ASD

Die Stadtwerke MüllheimStaufen GmbH und die Firma ASD Automatic Storage Device GmbH verfolgen gemeinsame Ziele in der dezentralen Energieversorgung als Beitrag zur politisch und gesellschaftlich gewünschten Energiewende. Die ASD aus Umkirch (Geschäftsführer Wolfram Walter) stellen Batteriespeicher mit neuester Technologie her. Die Speicher sind modular aufgebaut und können genau genommen in jeder Kapazität ausgeliefert werden. Die Extreme liegen derzeit wohl zwischen der Eigenstromversorgung eines "Häuslebauers" mit PV-Anlage auf dem Dach (und Batteriespeicher ca. 8 kWh im Keller) und industriellen Produktionsanlagen als Insellösung "auf der grünen Wiese", bei der beispielhaft derzeit eine Kapazität von 3 Mio kWh bei einem Projekt in Australien realisiert wird.

Vorteile der Anlagen:

  • TÜV-zertifiziert
  • nicht brandempfindlich, keine Explosion im Brandfall
  • umweltfreundlich
  • keine Erwärmung
  • keine Klimatisierung erforderlich
  • problemlos in die Hausratversicherung zu integrieren (keine zusätzliche Gefahr)
  • unempfindlich gegen mechanische Beschädigung
  • unempfindlich gegen (nahezu unbegrenzte) Ladezyklen
  • Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms
  • zunehmend interessant bei steigenden Strompreisen bzw. wegfallender Einspeisevergütung (ältere Anlagen)
  • Insellösungen möglich
  •  Lieferzeit ca. 3-4 Wochen

Gemeinsames Referenzprojekt ist „Schwindelfrei – Der Kletterwald“.
Der Kletterpark im Gewann „Tiroler Grund“ bei Staufen wird über das öffentliche Netz nicht mit Strom versorgt, eine entsprechende Beileitung ist aufgrund der exponierten Lage unwirtschaftlich.  Daher haben die Stadtwerke MüllheimStaufen gemeinsam mit der ASD Automatic Storage Device GmbH hier ein Modellprojekt zur autarken Energieversorgung initiiert: Mit Hilfe einer Photovoltaik-Anlage und einem Stromspeicher wird der Kletterpark seit September 2014 mit Energie versorgt. Die PV-Anlage auf dem Gebäude der Forstbetriebsgemeinschaft produziert Solarstrom, der den Stromspeicher in den Räumlichkeiten des Kletterwaldes immer wieder füllt. Somit können Computer, Beleuchtung und Kühlschrank komplett autark betrieben werden.

www.kletterwald-staufen.de und www.asd-sonnenspeicher.de

Klimaschutz im Wald – mit dem Forstbezirk

Die jährlichen Eichenpflanzungen der Stadtwerke MüllheimStaufen in Müllheim und Staufen sind bereits zu einem festen Termin in den Veranstaltungskalendern der Region geworden. Neue Kundinnen und Kunden, Schul- und Vorschulkinder erhalten von den Stadtwerken dabei jeweils 'ihre' Eiche, die sie auf einer dazu vorbereiteten Fläche setzen können. Damit fördern der Forstbezirk Staufen-Müllheim-Breisach und die Stadtwerke MüllheimStaufen nicht nur den lokalen Naturschutz, sondern auch den globalen Klimaschutz. Denn in naturnahen Wäldern werden große Mengen des klimaschädlichen Kohlendioxids gebunden. Eichenwälder sind zudem sehr viel stabiler und artenreicher als etwa Fichtenforste.
Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind die Pflanz-Aktionen immer auch ein Ereignis – sowohl in Müllheim als auch in Staufen.

Klimaschutz in Schule und Kindergarten – mit der Jugendkunstschule

Welche Bedeutung haben die Themen Energie und Klimaschutz für Schülerinnen und Schüler?  Wie stellen sich Kindergartenkinder ihre Zukunft vor? In mehreren Projekten bereits ging die Jugendkunstschule Markgräflerland diesen Fragen nach und ließ die Kinder beispielsweise Fahnen gestalten, auf denen sie ihre Sorgen, Wahrnehmungen und Ideen für eine nachhaltige Zukunft zum Ausdruck brachten. Die Stadtwerke MüllheimStaufen unterstützen diese Aktivitäten, geht es dabei doch um die Zukunft der Kinder und damit der ganzen Region.

Die Versteigerung der von den Kindern gestalteten Fahnen im Rahmen des Müllheimer Unternehmerforums brachte nicht nur 10.000 Euro zugunsten verschiedener Projekte der beteiligten Bildungseinrichtungen ein, es entstanden auch Verbindungen zwischen Unternehmen und Schulen, die längerfristig noch vertieft werden sollen.

Innovationen aus der Wissenschaft – mit Forschungseinrichtungen

Energiesparende LED-Beleuchtung für die Städte,  hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung, „kleine“ Wind- und „kleine“ Wasserkraft, Elektromobilität, Innovative Energiesysteme für Zuhause – zahlreiche Forschungseinrichtungen in der Region arbeiten an Energiekonzepten für die Zukunft. Bei den Energietagen und in Fachvorträgen stellen die Stadtwerke und ihre Partner Modelle vor und diskutieren Einsatzmöglichkeiten. Unter anderem mit dabei: Das Steinbeis-Institut für Wissenstransfer STZ 584 in Müllheim, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg, die Energieagentur Regio Freiburg oder die H&W Energieprojekte GmbH.

Die Stadtwerke MüllheimStaufen engagieren sich mit Veranstaltungen, Ausstellungen und Kooperationsprojekten für den Austausch von Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft. 

Kraft-Wärme-Kopplung – mit der Mittelbadischen Energiegenossenschaft

Die Energiewende erfordert lokales Handeln – wie auch regionale und überregionale Kooperationen. Die Stadtwerke MüllheimStaufen arbeiten daher auch mit Partnern zusammen, die in der weiteren Nachbarschaft zu Hause sind. Beispielsweise mit der Mittelbadischen Energiegenossenschaft e.G.. Die MEG, eine der ersten regionalen Energiegenossenschaften, ist ein Bürgerunternehmen, das die Energiewende mit erneuerbaren Energien im Mittelbadischen Raum bis zum Jahr 2030 anstrebt.

Die MEG hat sich zudem auf einen Bereich spezialisiert, bei dem enormes Energiesparpotential besteht: auf den Sektor Heizungen/Wärme/Kraft-Wärme-Kopplung. Die MEG bietet die Modernisierung, den Umbau und den Betrieb kompletter Heizzentralen an. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist immer die Verbesserung der Energieeffizienz. Oftmals bietet sich hier die Umrüstung auf Blockheizkraftwerke an, die gleichermaßen Strom und Wärme produzieren. Für die Stadtwerke MüllheimStaufen und ihre Kunden ist die MEG somit ein wichtiger und erfahrener Technologie-Partner im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung.

Regenerative Kraft aus unseren Mühlen – mit der Frickmühle Müllheim

Bereits vor vielen Jahrhunderten machte man sich die Kraft des Wassers zu Nutze. Als "villa mulinhaimo" – in den Jahren 757/758 erstmals urkundlich erwähnt – beherbergte Müllheim früher sieben Getreidemühlen. Nicht zuletzt bei der Namensgebung der Ortschaft Müllheim spielten die Mühlen eine wichtige Rolle. Im alemannischen Dialekt heißt die Stadt "Mülle(n)" und auch im Stadtwappen ist ein halbes Mühlrad zu sehen. Gerade die Frick-Mühle in der Gerbergasse hat eine sehr lange Tradition aufzuweisen. Die Wasserenergie wurde in mechanische Arbeit umgewandelt; so konnte Getreide ohne menschliche Arbeitskraft gemahlen werden. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Wasserkraft hauptsächlich in Mühlen eingesetzt. Heute wird überwiegend elektrischer Strom durch die Kraft des Wassers produziert. Auch die Stadtwerke MüllheimStaufen setzen auf Strom aus Wasserkraft.
Die Mühlenanlage der Frick-Mühle gehörte als Bannmühle zu dem benachbarten Hofgut der Herren von Baden aus Liel. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Mühle 1392. Bartlin Frick übernimmt sie 1690 und bis 1912 bleibt die Mühle in Familienbesitz. Dann wird sie aufgelöst und nach und nach verkauft. 1993 hat die Stadt Müllheim das Gebäude erworben und in den Folgejahren zusammen mit dem Markgräfler Museumsverein Müllheim e.V. darin ein Mühlenmuseum als wichtigstes Zeugnis der gewerblich-technischen Geschichte eingerichtet. Historische Mühlenteile aus Müllheim und dem gesamten Markgräflerland wurden dabei berücksichtigt.
Von April bis Oktober ist das Mühlenmuseum jeden ersten Samstag und jeden dritten Sonntag im Monat  von 15 - 17 Uhr geöffnet. Nach Terminvereinbarung sind ebenso Gruppenführungen möglich. Auch der Müllheimer Mühlenweg, ein Spaziergang entlang des Klemmbachs und des Warmbachs, ist eine Reise in die Vergangenheit wert.
Die Stadtwerke MüllheimStaufen kooperieren mit dem Markgräfler Museumsverein und arbeiten an einer Wiederbelebung der Wasserkraft-Nutzung in Müllheim.

Weitere Informationen erhalten Sie vom Markgräfler Museumsverein Müllheim e.V. unter www.markgraefler-museum.de oder telefonisch unter 07631 / 80 15 20.

Wasserkioske für den Senegal

Die Region Sine-Saloum ist nicht die trockenste im westafrikanischen Senegal. Im Gegenteil: Das Deltagebiet der Flüsse Saloum und Sine, die hier in den Atlantischen Ozean münden, ist bedeckt von weitläufigen Mangrovenwäldern, die seit 2011 erst als Unesco-Weltnaturerbe geschützt sind.

Es fehlt nicht an Wasser, wohl aber an trinkbarem Wasser. Beispielsweise in dem Ort Diarrere, wo 6.000 Menschen von der Landwirtschaft leben. Es gibt dort zwar einen 20 Jahre alten Wasserturm, dessen Wasser jedoch ohne Aufbereitung nicht trinkbar ist. Die Menschen mussten bislang entweder salz- und fluorhaltiges Wasser aus Brackwasserbohrungen
trinken oder sauberes Wasser aus dem Beutel kaufen – das bei einem Preis von 20 bis 50 Euro-Cent pro Liter für viele jedoch nicht bezahlbar ist. Die Folge für viele Menschen: schwere Gesundheitsprobleme wie Hypertonie und Fluorose.

Rund 150.000 Menschen haben jetzt eine Alternative. Sie können in lokalen Wasserkiosks für 1.5 Euro-Cent pro Liter sauberes Trinkwasser kaufen. Möglich ist dies durch die von der Schweizer Firma Swiss Fresh Water entwickelten Trinkwasseraufbereitungsanlagen, die in einer Behindertenwerkstatt in Fribourg zusammengebaut werden. Der Rotary-Club Müllheim-Badenweiler fördert in seinem Jubiläumsjahr 2016/17 diese Art der Wasserversorgung. Das Rotary-Projekt „Ein Wasserkiosk für den Senegal“ wiederum wird unter anderem von der Müllheimer Firma Neoperl und den Stadtwerken MüllheimStaufen finanziell unterstützt.

Und so funktioniert das Ganze: Die kompakte Anlage, die nur 136 x 48 x 48 cm misst und 90 kg schwer ist, verfügt über zwei Reinigungsstufen. Mit Ultrafiltration werden Schmutz und Keime entfernt, mit der anschließenden Umkehrosmose werden Salz, Arsen, Fluor oder Metalle abgetrennt. Die Maschine produziert bis zu 170 Liter Trinkwasser pro Stunde und
benötigt dafür 0,3 bis 0,5 kWh Energie, die aus Photovoltaikmodulen stammt oder vom lokalen Netz bezogen wird.

Neben der Wasseraufbereitungsanlage umfasst das Projekt die Einrichtung eines Wasser-Lieferservices mit Kanistern vom Zentrum aus in das gesamte Dorf und die umliegenden dazugehörigen kleineren Orte in einem Radius von zehn Kilometern. Insgesamt werden so zehn direkte Arbeitsplätze geschaffen. Das Projekt trägt zur Verbesserung des Gesundheitszustandes
der Bevölkerung bei und ist – durch Verbesserung der Lebensqualität und des sozialen Zusammenhalts – ein Beitrag im Kampf gegen die Landflucht. Das Wasser wird zu einem bezahlbaren Preis verkauft, damit die Anlage erhalten und die Arbeitsplätze gesichert werden. Kinder in Schulen und Gesundheitsstätten erhalten kostenloses Trinkwasser.

Ein Projekt, das Schule machen könnte. Denn mit dieser dezentralen Aufbereitungsanlage kann Menschen sauberes Trinkwasser zu günstigen Preisen auch dort zugänglich gemacht werden, wo die Infrastruktur schlecht ist. Und das betrifft nach wie vor viele: Weltweit fehlt es mehr als 2,5 Milliarden Menschen an adäquaten sanitären Einrichtungen. Täglich sterben mindestens 3.000 Kinder an Durchfallerkrankungen, die durch verschmutztes Wasser hervorgerufen
werden. Aus diesen Gründen ist das Thema „Trinkwasser und Hygieneförderung“ einer der sechs Kernbereiches des Future Vision Plans von Rotary.
Rotary weltweit unterstützt Projekte, um nachhaltige Wasser- und Sanitärsysteme zu entwickeln und instand zu halten, und fördert Studien im Bereich Wasser und Hygiene.

Weitere Informationen über die Projektpartner – die Stiftung „Access to Water Foundation
und die Firma „Swiss Fresh Water

Spenden für das Projekt unter dem Stichwort "Wasserkiosk"
an das Rotary-Hilfswerk Müllheim-Badenweiler e.V.:

Volksbank Müllheim
IBAN: DE63 6809 1900 0021 4646 27
BIC GENODE61MHL

Sparkasse Markgräflerland
IBAN: DE24 6835 1865 0008 0161 31
BIC SOLADES1MGL

Windpark Länge in Donaueschingen/Hüfingen

Stadtwerke MüllheimStaufen bauen Windenergie aus

Windpark Länge in Donaueschingen/Hüfingen soll 2019 ans Netz gehen

Die Stadtwerke MüllheimStaufen bauen die Produktion von Windenergie aus. Nach drei Jahren intensiver Planung und aufwendigen Genehmigungsverfahren hat die Betreibergesellschaft, die solarcomplex GmbH & Co. KG Windpark Länge, Ende Februar als einziger Bieter in Baden-Württemberg den Zuschlag im bundesweiten Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur zur Errichtung eines Windparks mit sieben Anlagen nahe Donaueschingen erhalten. Die Stadtwerke MüllheimStaufen sind als einer von insgesamt 23 Kommanditisten – Bürgerenergiegenossenschaften, Stadtwerke und Privatpersonen aus Baden-Württemberg – an der Betreibergesellschaft des Windparks Länge beteiligt. Darüber hinaus sind die Stadtwerke Gesellschafter der solarcomplex AG, Singen am Hohentwiel/Bodensee.

„Der Bau des Windparks ist für die Stadtwerke ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer vollständig regenerativen Eigenerzeugung“, sagt Geschäftsführer Jochen Fischer, „wir werden damit in enger Zusammenarbeit mit der Bürger-Energiegenossenschaft Südbaden, der BEGS, künftig noch mehr Strom aus Sonne, Wasser und Wind produzieren und damit einen großen Schritt zum regenerativen Stadtwerk vollziehen. Besonders freut es uns, dass die Anlagen hier auf der Baar am Rande des Schwarzwaldes errichtet werden und somit einen wichtigen Anteil zur regionalen Energiewende beitragen werden.“

Mit der Vergabe durch die Bundesnetzagentur liegen nun alle behördlichen Genehmigungen vor, sodass bereits mit den Bauarbeiten zum Windpark Länge mit sieben Schwachwindanlagen begonnen werden konnte. Zunächst wurden dazu knapp 9 Hektar Waldfläche gerodet, davon 7,5 Hektar dauerhaft und 1,4 Hektar temporär. Um den Eingriff in den Wald auszugleichen, hat die Betreibergesellschaft ein umfangreiches Ausgleichskonzept vorgelegt, das eine Fülle von Aufforstungs-, Aufwertungs- und Naturschutzmaßnahmen beinhaltet.

Auf dem Höhenzug Länge werden sieben Windenergieanlagen zur Erzeugung von klimafreundlichem Strom errichtet. Die Anlagen vom Typ Nordex N131 mit je 3,3 MW Leistung werden auf den Gemarkungen der Gemeinden Hüfingen und Donaueschingen gebaut und sollen 2019 ans Netz gehen. Die Zuwegung zu den Anlagen verläuft größtenteils auf bestehenden Wegen, um den Eingriff in den Wald so gering wie möglich zu halten. Da es sich bei der Länge um ein Gebiet handelt, in dem auch moderne Forstwirtschaft betrieben wird, gibt es hier bereits ein gut ausgebautes Wegenetz.

Der Windpark hat einen prognostizierten Stromertrag von rund 45 Millionen Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Das entspricht bilanziell dem privaten Strombedarf von rund 40.000 Menschen. Die CO2-Einsparung gegenüber dem bundesdeutschen Strommix beträgt rund 27.000 Tonnen pro Jahr. Für den Bau der Anlagen werden rund 35 Millionen Euro investiert, die Windkraftanlagen werden vom deutschen Hersteller Nordex (aus Rostock) gebaut. Die Nebengewerke, wie der Bau von Wegen und Fundamenten sowie der Netzanschluss, werden direkt in der Region vergeben.

Der Standort Länge wurde in einem rechtskräftigen Flächennutzungsplan (FNP) vom Gemeindeverwaltungsverband Donaueschingen als Konzentrationszone Windkraft ausgewiesen. Die für das Projekt notwendigen Pachtverträge wurden von den Gemeinden Donaueschingen und Hüfingen nach Durchführung eines Ausschreibungsverfahrens vergeben und abgeschlossen. Der Genehmigungsantrag nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) wurde vom Landratsamt Schwarzwald-Baar in einem branchenüblichen Zeitraum ordentlich geprüft und Ende 2016 die BImschG-Genehmigung erteilt. Die Waldumwandlungsgenehmigung wurde, nachdem das Regierungspräsidium Freiburg zunächst Mängel beanstandet hatte, nach einer aufwändigen Nachbesserung im Februar 2018 genehmigt.

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