„Top-Trinkwasser trotz Trockenheit“

Wegen des regenarmen Sommers nimmt die Schüttung der Quellen ab 
Stadtwerke MüllheimStaufen gewinnen vermehrt härteres Trinkwasser aus Tiefbrunnen der Rheinebene 

 
Trotz des anhaltend trockenen Sommers ist die Wasserversorgung im Markgräflerland und im südlichen Breisgau gesichert. Wegen der nachlassenden Schüttung der Quellen mit ihrem weichen Wasser greifen die Stadtwerke MüllheimStaufen jedoch zunehmend auf die Tiefbrunnen des Rheintales mit ihren mineralreichen Wässern zurück. Durch den Mineralreichtum nimmt allerdings auch der Härtegrad zu. „Wir haben kein Mengenproblem, weil wir an einem der größten Grundwasserspeicher Europas leben“, sagt der technische Leiter der Stadtwerke, Michael Sattler, „allerdings verschiebt sich die Qualität mit der Folge entsprechender Ablagerungen beim Ausfall des Kalkes, was dann zum Beispiel in den Wasserkochern, Töpfen oder im Waschbecken sichtbar wird. Der erhöhte Anteil an Tiefbrunnenwasser macht das Trinkwasser zwar insgesamt härter, dennoch haben wir trotz der Trockenheit weiterhin ein Top-Trinkwasser.“ 
 
Die Stadtwerke MüllheimStaufen weisen darauf hin, dass ein erhöhter Härtegrad des Trinkwassers gesundheitlich vollkommen unbedenklich ist. Im Gegenteil: Kalzium und Magnesium – die Mineralien also, die für den erhöhten Härtegrad verantwortlich sind – sind wichtige Bestandteile der Ernährung. Das Trinkwasser in Deutschland insgesamt, und insbesondere fern der Intensiv-Landwirtschaft, ist durchweg hochwertig. Leitungswasser ist das Lebensmittel Nummer 1 in Deutschland. Über 90 Prozent der Deutschen nutzen es unmittelbar, wie die Ergebnisse der Langzeitstudie zu Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland (TWIS, 2015) zeigen. Die Stadtwerke MüllheimStaufen sind übrigens auch in diesem Jahr erneut als „Top- Lokalversorger“ im Bereich Wasser ausgezeichnet worden.
 
Auch braucht man nicht generell befürchten, dass der erhöhte Kalkgehalt im Trinkwasser Haushaltsgeräte nachhaltig schädige, wenn entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. „Spätestens im Herbst, wenn die Niederschläge wieder zunehmen und die Quellen wieder genügend Wasser schütten, wird der Härtegrad wieder auf Normalstand sein“, betont Sattler. Große Kaffeemaschinen, wie sie beispielsweise in der Gastronomie eingesetzt werden, benötigen unter Umständen eine intensivere Pflege und ggf. Entkalkungen. Auch im gewerblichen Bereich können gezielte Entkalkungsmaßnahmen notwendig sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann etwas häufiger als üblich das entsprechende Regeneriersalz im Geschirrspüler nachfüllen. Nach Waschmittelgesetz wird die Härte in den Gemeindemitteilungsblättern laufend veröffentlicht, um die Dosierungen der Waschvorgänge darauf einstellen zu können. 
Hinsichtlich des Nitratgehaltes haben wir, im Gegensatz zu anderen Versorgungsgebieten in Deutschland, keine Probleme. Zum einen können wir auf eine Mischung aus Quell- und Grundwasser zurückgreifen, zum anderen hat die inzwischen jahrzehntelange bewährte Zusammenarbeit zwischen den Zweckverbänden und den Aufsichtsbehörden ihre Früchte getragen. Dadurch liegen die Werte im abgegebenen Trinkwasser im Versorgungsbereich für Staufen und Müllheim aktuell wie folgt: 
 
Staufen12.07.2018: 12,7 mg/l
Müllheim01.08.2018: 32,4 mg/l 
Trinkwasserverordnung Grenzwert 50 mg/l 
 
Problematisch ist die lang anhaltende Trockenperiode leider mancherorts für die Landwirt- und Forstwirtschaft und insbesondere für die Fließgewässer. Vor allem beim Mais und Getreide werden spürbare Ernteausfälle erwartet. Fließgewässer, wie der Neumagen oder der Klemmbach, sind  inzwischen fast vollständig ausgetrocknet, mancherorts kam es auch zu Fischsterben. Das Landratsamt hat daher verboten, aus den Fließgewässern Wasser für den eigenen Garten oder andere Bewässerungszwecke zu entnehmen. 
 
Weitere Informationen: 
Stadtwerke MüllheimStaufen GmbH
Kundenbüro Staufen
Am Schießrain 1a, 79219 Staufen 
Telefon: 07633 / 933224-0
www.alemannenenergie.de
 
Öffnungszeiten: 
Mo.- Fr.: 9:00 – 17:00 Uhr 
Do.: 10:00 – 17:00 Uhr