Energiedienstleistungen

Energieberatung
Energieausweis

Der Energieausweis im Überblick

Der Energieausweis bewertet und dokumentiert den Energiebedarf bzw. die Energieeffizienz von Gebäuden. Somit werden Energiekosten transparent und Immobilien vergleichbar. Die rechtliche Grundlage wird durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt.

Ein Energieausweis muss immer dann erstellt werden, wenn es um Neubau, Verkauf oder Vermietung einer Immobilie geht. So ist der Gebäudeenergieausweis Pflicht für alle Neubauten, Altbauten, Nichtwohngebäude und öffentliche Gebäude mit über 1.000m² Nutzfläche und Publikumsverkehr. Wenn die Baugenehmigung ab dem 1.10.2007 beantragt oder die Bauausführung ab diesem Zeitpunkt begonnen wurde, ist der Energieausweis auch bei selbst genutztem Eigentum nötig. Auch Eigentümer bestehender Gebäude, an denen bauliche Änderungen oder Erweiterungen geplant sind und dabei Berechnungen nach der EnEV für das gesamte Gebäude vorgenommen werden, sind ausweispflichtig. Dasselbe gilt auch für Eigentümer neu zu errichtender Gebäude.

Die Ausweispflicht entfällt für:

  • Baudenkmäler
  • Gebäude innerhalb von Ensemble- oder denkmalgeschützten Bereichen
  • Gebäude mit einer Nutzfläche unter 50 m²
  • Gebäude, die nicht regelmäßig genutzt bzw. geheizt oder gekühlt werden (z. B. Ferienhäuser)
  • Gebäude mit spezieller Nutzung wie Stallungen oder Gewächshäuser

Für Hausbesitzer ist der Energieausweis eine wichtige Orientierungshilfe zur Planung von energetischen Modernisierungsmaßnahmen. Mietern und Käufern dagegen liefert er Anhaltspunkte für künftig anfallende Energiekosten. Der Energieausweis zeigt auf einen Blick den energetischen Zustand eines Gebäudes. Die Gebäude werden entsprechend ihres Energiebedarfs bzw. -verbrauchs anhand einer Farbskala von Grün nach Rot und mithilfe der Effizienzklassen A+ bis H bewertet. Die Farbe „Grün“ signalisiert: Geringer Energieverbrauchswert. Die Farbe „Rot“ steht für: Sparpotential vorhanden. Seit Mai 2014 liefert der Energieausweis zusätzlich kostengünstige Modernisierungsempfehlungen.

 

Welche Arten von Energieausweisen gibt es?

Es gibt zwei Arten von Energieausweisen, deren Gültigkeit jeweils zehn Jahre beträgt. 

Verbrauchsausweis

Der Verbrauchsausweis für Wohngebäude und Nichtwohngebäude beurteilt den witterungsbereinigten Energieverbrauch einer Immobilie für die letzten drei Abrechnungsjahre. Beim Verbrauchsausweis für Nichtwohngebäude fließen in den Energieverbrauch abgesehen von Heizung und Warmwasserbereitung noch Lüftung- und Klimaanlage sowie die Beleuchtung des Gebäudes ein. Die Witterungsbereinigung der Daten sorgt für Vergleichbarkeit von Gebäuden in verschiedenen Berechnungszeiträumen und den in verschiedenen klimatischen Regionen Deutschlands. Die Berechnungsgrundlage ist der tatsächliche, gemessene Energieverbrauch. Das Ergebnis, der sogenannte Energieverbrauchskennwert für Endenergie- und Primärenergieverbrauch, ist stark vom Nutzungsverhalten der Bewohner abhängig.

Bedarfsausweis

Der Bedarfsausweis analysiert den jährlichen Energiebedarf eines Gebäudes für Heizung, Warmwasser und Lüftung. Die Berechnung der Energiebedarfskennwerte für End- und Primärenergie basiert auf seinen physikalischen Eigenschaften (Größe, Anlagentechnik und Wärmedämmfähigkeit der Gebäudehülle) unter standardisierten Rahmenbedingungen. Das Verbrauchsverhalten der Bewohner oder Nutzer spielt hierbei keine Rolle. 

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