Gasumlage ab 01. Oktober 2022

Ab dem 1.10.2022 wird der Gaspreis für den Endkunden um die neue Gasumlage erhöht. Diese Gasumlage setzt sich aus der neu eingeführten Gasbeschaffungsumlage (2,419 Ct/kWh), der Gasspeicherumlage (0,059 Ct/kWh) sowie der wieder aktivierten Bilanzierungsumlage (0,57 Ct/kWh) zusammen und beträgt insgesamt 3,048 Ct/kWh netto. Um die Endkunden etwas zu entlasten, soll zeitgleich die Mehrwertsteuer von 19% auf 7% reduziert werden. 

Was ist die Gasumlage?

Die Gasumlage ist eine verbrauchsabhängige Sonderumlage, die als Folge des Krieges in der Ukraine erhoben wird. Mit dieser Maßnahme sollen Gasimporteure unterstützt werden, die aufgrund von Lieferausfällen von russischem Gas bei gleichzeitig gestiegenen Weltmarktpreisen in eine finanzielle Schieflage geraten sind. Die Umlage wird eingeführt, um die Erdgasversorgung in Deutschland zu sichern. Die Importeure haben gegenüber ihren Kunden, Endversorgern wie etwa Stadtwerken, Lieferpflichten. Diese Pflichten können sie nur erfüllen, indem sie die ausgefallenen Gasmengen aus Russland durch den Kauf deutlich teurerer Mengen am Kurzfristmarkt ersetzen.

Die Gasumlage setzt sich aus der Gasbeschaffungsumlage, der Gasspeicherumlage und der Bilanzierungsumlage zusammen. 

Die Gasbeschaffungsumlage soll dazu dienen, die Gasimporteure bei den Kosten für die Ersatzbeschaffung zu entlasten und wird befristet erhoben: vom 1. Oktober 2022 bis zum 1. April 2024; alle drei Monate kann sich die Höhe entsprechend der Marktentwicklung ändern. Die genaue Höhe der Umlage berechnet „Trading Hub Europe“ (THE), die im Gasmarkt die Rolle des Marktgebietsverantwortlichen hat. 

Die Gasspeicherumlage soll die Kosten für die weitere Befüllung der Erdgasspeicher in Deutschland mit refinanzieren. Diese Umlage soll zum 1. April 2025 auslaufen.

Die Bilanzierungsumlage war die letzten Jahre auf 0,00 Ct/kWh festgesetzt worden und finanziert die Beschaffung von externer Regelenergie, um physische Differenzen zwischen Ein- und Ausspeisung von Erdgas im deutschen Erdgasnetz ausgleichen zu können. 

Wer bekommt die Umlagen? 

Die Stadtwerke profitieren nicht von den Umlagen. Diese sind lediglich dazu verpflichtet, die Umlagen bei ihren Kunden und Kundinnen mit der Verbrauchsabrechnung geltend zu machen. Anschließend werden die Beträge an die THE (Trading Hub Europe) 1:1 weitergegeben. 

Warum steigen die Gaspreise?

Das hat verschiedene Gründe. Schon seit Jahren steigt die Nachfrage an Gas auf dem Weltmarkt; unter anderem durch China. Das Land muss Treibhaus-Emissionen reduzieren und setzt deshalb zunehmend auf Gas. Allgemein hat der wirtschaftliche Aufschwung nach vielen Lockdowns in der ersten Hälfte der Corona-Pandemie zu einem größeren Gasverbrauch geführt. Netzentgelte für den Transport innerhalb von Deutschland stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich an und auch der Umstieg von Kohle auf Gas in der deutschen Stromindustrie hat die Preise steigen lassen.
Der gravierendste Faktor ist zurzeit aber der Ukraine-Krieg. Während Deutschland 2020 noch 55 Prozent des Gases aus Russland importierte, wurde die Gaslieferung seitens Russlands zwischenzeitlich auf nur noch 20 Prozent gedrosselt, obwohl vertraglich eine Lieferpflicht besteht. Die geringere Menge an verfügbarem Gas und die höhere Nachfrage sorgen für die steigenden Preise, wie wir sie im Moment erleben. . 

Was können Sie jetzt tun? 

Der sorgsame Umgang mit Energie ist wichtiger als je zuvor und jede eingesparte Kilowattstunde hilft uns allen, die Situation positiv zu beeinflussen. Zudem tragen wir alle einen großen Teil dazu bei, unser Klima zu schützen und sparen dabei bares Geld. Überdenken Sie Ihren persönlichen Energieverbrauch, denn bereits einfachste Veränderungen im Alltag haben in der Summe große Auswirkungen. 

Wir empfehlen allen Kundinnen und Kunden jetzt aktiv zu werden, und sich Ihren Abschlag an den neuen Preis dringend anpassen zu lassen. Ihre monatlichen Abschläge werden nicht automatisch an den neuen Gaspreis angepasst. Daher werden Sie, sofern Sie sich Ihren Abschlag nicht anpassen lassen, eine hohe Nachzahlung mit Ihrer Jahresabrechnung erhalten. Teilen Sie uns zudem  Ihre aktuellen Zählerstände mit, dadurch ist eine genaue Abgrenzung möglich. Wenden Sie sich hierfür gerne an unsere Kundenberater. Wir helfen Ihnen weiter.

Datum: 
Mittwoch, 24. August 2022 - 14:15

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