Bundesministerium für Wirtschaft ruft Frühwarnstufe für die Gasversorgung aus

In den Medien wird die künftige Gasversorgung Deutschlands stark thematisiert, denn das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat am 30. März erstmalig in der deutschen Geschichte die Frühwarnstufe des "Notfallplans Gas für die Bundesrepublik Deutschland" ausgerufen. Anlass zur Frühwarnstufe war, dass Russland entgegen der geschlossenen Verträge auf der Bezahlung mit Rubel bestand und ansonsten die Einstellung der Gaslieferungen angekündigt hat. Mittlerweile hat Russland die Gaslieferungen an Polen und Bulgarien bereits eingestellt. 

Was bedeutet das für uns konkret?

Der Notfallplan sieht drei Stufen vor:
Aktuell befinden wir uns in der Frühwarnstufe. Hier tritt auf Bundesebene ein Krisenteam zusammen, das täglich die Lage bewertet und die Gasversorgung in Deutschland engmaschig überwacht. Ein Markteingriff staatlicher Seite ist hier noch nicht vorgesehen.

Anhand folgender Indikatoren, prüft das BMWi die Voraussetzungen für die Ausrufung der nächst folgenden Alarmstufe: Nichtvorhandensein/Ausbleiben/gravierende Reduzierung von Gasströmen an wichtigen physischen Einspeisepunkte, lang anhaltende sehr niedrige Speicherfüllstände, Ausfall von wichtigen Aufkommensquellen, längerer technischer Ausfall wesentlicher Infrastrukturen (z.B. Leitungen und/oder Verdichteranlagen) mit Möglichkeit einer Alternativversorgung, extreme Wetterverhältnisse bei gleichzeitig sehr hoher Nachfrage, hohe Gefahr langfristiger Unterversorgung, Anforderung von Solidarität an Deutschland. Auch hier versuchen die Marktakteure ohne direkte staatliche Eingriffe für Entspannung der Situation zu sorgen. Die Gasversorgungsunternehmen stellen hierbei weiter die Versorgung mit Erdgas gemäß § 53a EnWG sicher. Hierfür stehen marktbasierte Maßnahmen gemäß des Notfallplans zur Verfügung.  

Wenn die Maßnahmen der beiden Stufen die Situation nicht verbessern, tritt die Notfallstufe in Kraft. In diesem Fall liegt eine erhebliche Störung der Gasversorgung vor und die Bundesnetzagentur übernimmt die Verteilung von Erdgas mit dem Ziel,  dass besonders geschützte Verbrauchergruppen vorrangig mit Erdgas versorgt werden. Hierzu zählen insbesondere private Haushalte, soziale Einrichtungen, Krankenhäuser etc. Das heißt, auch bei einer Gasknappheit ist ihre Versorgung gewährleistet. Nicht auszuschließen ist allerdings, dass es zu weiteren Preissteigerungen kommen wird.


Eine wichtiges Aussage ist: Derzeit gibt es keine Versorgungsengpässe! Für die kommenden Wochen und den Sommer ist die Gasversorgung durch die bereits ergriffenen Maßnahmen gesichert. 

 

Was können wir tun?

Für den nächsten Winter gilt: Je mehr Gas im Frühjahr und Sommer verbraucht wird, desto schwieriger wird es. Daher ist jeder Gasverbraucher, egal ob das Gas für industrielle Prozesse, zum privaten Heizen oder auch zum Kochen verwendet wird, angehalten, so viel Energie wie möglich einzusparen. Auf unserer Website alemannenenergie.de finden Sie das Energiehaus, das hierzu viele Tipps und Tricks zum Durchlesen und Anwenden bereithält.

Ihre Stadtwerke MüllheimStaufen stehen für eine sichere Versorgung, auch in kritischen Zeiten und so ändert sich für unsere Kunden/Kundinnen momentan nichts. Die Versorgungssicherheit ist weiterhin gewährleistet und es bestehen aktuell keine Engpässe in der Gasversorgung.

Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Seite.
 

Datum: 
Mittwoch, 11. Mai 2022 - 11:30